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Sommerpause


Sommerpause bis September

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Sommerpause


Sommerpause bis September

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Lise Tuxen


Lise Tuxen
Mellem Linierne

21.4–8.6.2017
 

Lise Tuxen


Lise Tuxen
Mellem Linierne

21.4–8.6.2017
 

Mellem Linierne – Zwischen den Linien

 

Geboren

1950 in Odder, DK

 

Ausbildung

Studium der Architektur in Aarhus, DK, Studium der Malerei in Aarhus und Kunstschule Südjütlands 

 

Lise Tuxen in der Galerie Berg Klein

 

Lise Tuxen
Malerei als Poesie

Text: Lena Catharina Schneider

 

Mit entschlossenem Pinselstrich und Acrylfarbe bringt die 1950 in Dänemark geborene Malerin Lise Tuxen die unterschiedlichsten nordischen Naturstimmungen und deren ganz besondere Lichtverhältnisse auf die Leinwand. 
    
Die Galerie Berg Klein zeigt eine Auswahl von 12 Werken, die von 2015-2017 auf der Insel Alsen entstanden, wo die Malerin und gelernte Architektin lebt. Tuxen bewegt sich mit ihren Bildern buchstäblich zwischen den Linien, zwischen den Linien des Himmels und der Erde, zwischen den Linien oder auch Grenzen des menschlichen Auges und Fühlens, zwischen Mensch und Natur.

Fasziniert von den Naturgewalten, den intensiven Farben des Meeres und den stetig wechselnden Lichtkonstellationen der jütländischen Landschaft, schafft Lise Tuxen durch klare und sachliche Bildkompositionen auf den ersten Blick abstrakte farbintensive Malereien. Auf den zweiten Blick jedoch zeigen sich dem Betrachter durch die strenge Bildaufteilung in ein Oben und ein Unten, in einen Himmel und eine Erde, zeitlose, menschenleere Naturbilder ohne Spuren menschlichen Lebens. Doch die Natur wird von innen wahrgenommen, als Strukturen, Klänge, Bruchstücke eines Kosmos, welcher Möglichkeiten für eine malerische Arbeit mit Formen und Bewegungen, hellen Farben und Rhythmus enthält. Der Ausdruck der Natur wird hier zum Konzept für eine immer stärker abstrahierende Formensprache. Das Kunstwerk wird gleichzeitig zu einem Bild der inneren und äußeren Wirklichkeit. Hier geht es nicht darum, die Umgebung originalgetreu abzubilden, sondern eher eine Atmosphäre, ein Gefühl zu erschaffen. In dieser Ausstellung steht diese Sinnlichkeit im Mittelpunkt - es ist Malerei als Poesie. 

 
 
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Doris Rüstig-Ladewig


Doris Rüstig-Ladewig
In Bewegung
3.3.–8.4.2017
Eröffnung 3.3. – 19:30

Doris Rüstig-Ladewig


Doris Rüstig-Ladewig
In Bewegung
3.3.–8.4.2017
Eröffnung 3.3. – 19:30

Malerei fängt im Kopf an
und hört im Bauch auf.

 

Geboren

1926 in Berlin

 

Ausbildung

Studium an der Hochschule der Künste in Berlin bei Prof. Karl Schmidt-Rottluff 1946 – 1953

 

Preise

Kulturpreis der Stadt Schleswig,
ebd., 2004

 

 

Doris Rüstig-Ladewig  
Verve expressive

Text: Lena Catharina Schneider

 

Charakteristisch für ihr Werk ist eine kraftvolle, impulsive Pinselführung, deren malerische Energie sich dem Betrachter unmittelbar mitteilt. Es ist die Dominanz des Malaktes und die hervortretende ausdrucksstarke Identität der Farben, die augenblicklich erkennen lassen, dass die Schöpferin dieser expressiven, gestisch schwungvoll-lebendigen Bilder schon seit langem ihre Form gefunden hat und mit jeder einzelnen Arbeit ein unverrückbares Statement setzt.

Die Besucher der Galerie Berg Klein dürfen sich nun einen Monat lang an dem kräftig leuchtenden Kolorit berauschen, dass von Doris Rüstig-Ladewig auf Leinwand und Papier gebracht wurde. 

Die 1926 in Berlin geborene Künstlerin zeigt einen kraftvollen Querschnitt ihrer in den letzten Jahren entstandenen Arbeiten, die alle inhaltlich dem Thema Bewegung und Dynamik des Menschen huldigen. Die hier präsentierten Bilder in Öl, Acryl, Kohle, Aquarell auf Leinwand und Papier zelebrieren die Vitalität ihres Lebens: energetisch, exzessiv, kompromisslos.

Seit ihrem 14. Lebensjahr ist Doris Rüstig-Ladewig der Malerei aufs tiefste verbunden. Vorbilder wie Max Ernst, Jean Dubuffet oder die Künstlergruppe CoBrA inspirierten sie und eröffneten ihr bereits zu Jugendzeiten den Blick auf die Welt der Malerei und Plastik und brachten sie dazu, sich immerwährend mit dem Menschen, seinem Lieben, seinen Ängsten, seinen Schwächen malerisch auseinander zu setzen. Die notwendige Technik erarbeitete sie sich während ihres Studiums der freien Malerei zunächst an der Hochschule für Angewandte Kunst und anschließend an der Hochschule der Künste in Berlin bei dem Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff.

Es ist nicht der Mensch in seiner Einzelheit, sondern vielmehr seine Interaktion mit dem Gegenüber, die sich in vielen Bildern der Künstlerin widerfindet. Da wären zum Beispiel Sunny Girl und Der Gehörnte, die in kühn geschwungenen Linien, gleichsam auf das Papier geworfen wirken; oder Die Silvesternacht in bebendem Rot, abgeklärtem Blau und energischem Gelb, deren Bildsprache dem Archetypus Mensch auf den Zahn fühlt:

Und so könnte man ihre Malerei im wahrsten Sinne des Wortes als Menschenkunst bezeichnen.

 
Die Galerie Berg Klein zeigt Werke der Malerin Doris Rüstig-Ladewig "In Bewegung" 

Die Galerie Berg Klein zeigt Werke der Malerin Doris Rüstig-Ladewig "In Bewegung" 

 
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Peer Kringiel


Peer Kringiel
Real Fiction
26.1.–18.2.2017

Peer Kringiel


Peer Kringiel
Real Fiction
26.1.–18.2.2017

Meine Arbeiten befassen sich in erster Linie mit dem erzählerischen Moment von Bildern. 

 

Geboren

1989 in Flensburg

 

Ausbildung

Grafikklasse Piotr Nathan, Muthesius

 

Ausstellungen

Begegnung mit einer Stadt,
Militello, 2016

Rituale und Mysterien,
Alte Mu, Kiel, 2016

Inside/Outside,
Kunstraum B, Kiel, 2016

Monrakit,
Festung Friedrichsort, 2015

Die Bar,
Muthesius Kunsthochschule, Kiel, Einblick/Ausblick 2015

o.T.,
Ausstellung in der Staatskanzlei Kiel, 2014

Begegnung mit einer Stadt,
Gdansk (Danzig), 2013

Fernwärme,
Muthesius Kunsthochschule, Kiel, 2012

 

 

Real Fiction    
Der Chronotopos zu Gast in der Galerie Berg Klein

von Lena Catharina Schneider


„Im künstlerisch-literarischen Chronotopos verschmelzen räumliche und zeitliche Merkmale zu einem sinnvollen und konkreten Ganzen. Die Zeit verdichtet sich hierbei, sie zieht sich zusammen und wird auf künstlerische Weise sichtbar; der Raum gewinnt Intensität, er wird in die Bewegung der Zeit, des Sujets, der Geschichte hineingezogen. Die Merkmale der Zeit offenbaren sich im Raum, und der Raum wird von der Zeit mit Sinn erfüllt und dimensioniert.“
(vgl. Michail Bachtin: Chronotopos. Berlin 2008, S. 7.)

Chronos ist die Zeit und Topos der Raum, daraus folgt die Raumzeit oder Formen der Zeit. Peer Kringiel führt mit seinen beiden Werkgruppen in der Galerie Berg Klein auf eindrucksvolle Weise die Magie der Zeit-Raum-Beziehung vor. Dabei bedient er sich der Kombination von Zeichnung und Collage. Feinste kolorierte Zeichnungen, die, wie federleichte Erzählfragmente, umherschweben, komponiert Kringiel in ätherischer, luftiger Weise auf die unbehandelten Leinwände. 

Plastische und räumliche Vorstellungen werden nur angedeutet, in Überschneidungen und Schattenangaben lässt der Autor mit koloristischer Zurückhaltung und erzählerischen Momenten Parallelwelten entstehen. Und beim längeren Betrachten fällt plötzlich auf, wie sich Zeitstränge übereinanderlegen, die Vielseitigkeit des Chronotopos sichtbar wird. 

Kringiel betont den Rohmoment mit skizzenhaften Andeutungen, es ist die Unentschiedenheit, die heraussticht und die Bildwelt öffnet, sodass man sich beim Betrachten augenblicklich eingeladen fühlt die kleinen Skurrilitäten und absurden Momente weiterzuspinnen. So eröffnen sich plötzlich Zeitebenen: Zeitstraßen, Alltagszeiten, Zeitreihen, Nebenzeiten, Wendepunkte...

Sphärisch im Dazwischen behandelt die zweite Werkgruppe collagierte Phantasien auf Pappe, die im Gegensatz zu den Leinwandcollagen nun richtungslos sind; das Auflösen des Lesbaren, das Unklare erhält eine Affirmation. Gegenständliche Zeichnungen rutschen durch Aufhebung der Raumstruktur ins Sublime ab. Es könnte einem schwindlig werden, wenn nicht doch noch der Galerieraum existieren würde, in dem man sich gerade befindet:

Is it real or is it fiction?